2. Januar 1816
gegründet |
Als der Ärztliche Verein in Hamburg,
und mit ihm die Bibliothek, am 2. Januar 1816 von Dr. Johann Chaufepié
gegründet wurde, wußte keiner von der späteren Bedeutung
dieser Bibliothek. Sie ist bis heute eine der größten medizinischen
Bibliotheken Europas und faßt mittlerweile fast 120.000 Bände
und 180 laufend gehaltene Zeitschriften.
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1817
Beginn der Bücherausleihe

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Doch wie alles fing auch die Bibliothek des
Ärztlichen Vereins einmal klein an. Sie hatte ihren Sitz mit einem
Lesezimmer im Dresser'schen Haus in der Johannisstraße. Angeschafft
wurden unter anderen Wörterbücher, Handbücher und Dispensatorien.
Zu Anfang hatte die Bibliothek ausschließlich Präsenzcharakter;
doch bereits im Jahre 1817 begann die Ausleihe von Büchern und
Zeitschriften. Bis zum Jahre 1842 wuchs der Buchbestand durch Spenden
und Kauf bis auf fast 10.000 Bände. Die Bibliothek des Ärztlichen
Vereins war zu dieser Zeit die reichste an amerikanischen und englischen
Werken und hat sich durch eine fast vollständige Sammlung ausländischer
und deutscher Schriften über die Cholera, das Gelbfieber und andere
Infektionskrankheiten ausgezeichnet.
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Mai 1842
Der große Hamburger Brand |
Beim großen Hamburger Brand im Mai 1842 hat
der damalige Bibliothekar Dr. Friedrich Nikolaus Schrader (1773-1859)
unter Lebensgefahr die wertvollsten Bücher im Wert von 800 Mark Kurant
gerettet, seine eigene Wohnung fiel hingegen den Flammen zum Opfer.
Durch Buchspenden, die auf den Aufruf Schraders hin aus ganz Europa
an die Bibliothek gesandt wurden, war der frühere Bestand bereits 1860
zahlenmäßig weit übertroffen.
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1876
Unterbringung im Gebäude der Patriotischen Gesellschaft |
1876 wurde die Bibliothek im Gebäude
der Patriotischen Gesellschaft an der Börsenbrücke untergebracht.
Allmählich begann das Städtewachstum, um die Jahrhundertwende
stieg die Einwohnerzahl auf 779.922, darunter waren 589 Ärzte.
Zu diesem Zeitpunkt konnten über 50.000 Bände verzeichnet
werden, darunter auch viele Erstausgaben.
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1924
Standortwechsel |
1924 mußte die Bibliothek ihren Sitz im Patriotischen
Gebäude aufgeben und wurde in das Haus der Staats-und Universitätsbibliothek
am Speersort verlegt, woraus eine bis heute gute Zusammenarbeit erwuchs.
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30. Juni 1937
Umzug ins "Haus der Ärzte" |
Am 30. Juni 1937 zog die Bibliothek ins "Haus
der Ärzte", An der Alster 49, und wurde dort als Einrichtung der
Ärztekammer Hamburg wiedereröffnet. Aus traditionellen Gründen
behielt die Bibliothek des Ärztlichen Vereins ihren Namen.
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1939
Beginn des Zweiten Weltkrieges |
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte sich
der Eppendorfer Neurologe Prof. Max Nonne bereiterklärt, den gesamten
Bestand in seinem Sommerhaus bei Trittau einzulagern. So entstanden
unserer Bibliothek als einer der wenigen in Hamburg keinerlei Verluste.
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| 1946 bis heute |
Nach Kriegsende, 1946, bezog die Staats-und
Universitätsbibliothek das ehemalige Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in
der Moorweidenstraße, und die Bibliothek des Ärztlichen Vereins
konnte dort provisorisch mit untergebracht werden. Wegen Platzmangel
konnte der gesamte Bestand von mittlerweile fast 100.000 Bänden
allerdings erst 1960 aufgestellt und zugänglich gemacht werden.
Vor allem alte Bände lagerten in dieser Zeit in Kisten. Im Jahre
1983 konnten endlich die inzwischen renovierten Räume im 1. Stock
bezogen werden, da die Staats-und Universitätsbibliothek durch den
angrenzenden Neubau entlastet wurde. Hier befindet sich die Bibliothek
des Ärztlichen Vereins heute noch und feierte 1996 ihr 180jähriges
Bestehen. |
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